
Siegerland, 22.01.2012 01:15 Uhr
Eine wissenschaftliche Untersuchung hat es bestätigt: 80 Prozent der Firmenlauf-Teilnehmer bewerten ihre Aktivitäten als gesundheitsfördernd und für das Betriebsklima äußerst zuträglich. Beim 9. Siegerländer AOK-Firmenlauf kommt nun noch ein weiterer positiver Aspekt hinzu: Erstmals wird das größte breitensportliche Event der Region klimaneutral sein.
Was das genau bedeutet, erläuterten am Donnerstag der Veranstalter sowie Sponsoren bei einem Pressegespräch in den Räumen der Volksbank im Siegerland.
"Zunächst ging es um die Frage, wo man beim Firmenlauf Strom einsparen oder CO2-Ausstoß vermindern kann", erklärte Organisator Martin Hoffmann. Gemeinsam mit dem Klimaschutzbeauftragten der Stadt Siegen, Paul Hartmann, sowie Michael Müller von der Energieagentur NRW wurden zahlreiche Einsparpotentiale ausgemacht.
Und die werden für die Teilnehmer kaum spürbar sein. "Es macht ja keinen Sinn, dass die Aktiven Einbußen beim Feiern oder dem Spaß hinnehmen müssen", so Müller. Man müsse die Potentiale ausschöpfen, die nicht weh tun und davon gebe es wahrlich genug.
So sollen beim 9. Siegerländer AOK-Firmenlauf mehr Shuttlebusse der VWS eingesetzt und so eine umweltfreundliche Anreise der Teilnehmer gesichert werden. Außerdem werden die Trinkbecher aus dünnerer Pappe hergestellt, nur Ökostrom verwendet und die Finisher-T-Shirts nicht mehr am anderen Ende der Welt produziert und bedruckt, sondern in der Türkei. Bei der Bewirtschaftung werden ausschließlich regionale Produkte von Dornseifer und Krombacher verwendet und das Führungsfahrzeug wird mit Strom betrieben.
Bei der anschließenden Hochrechnung der Energieagentur fallen am Veranstaltungstag insgesamt Emissionen in Höhe von rund 32 Tonnen an. Diese Menge werden die Veranstalter dann finanziell kompensieren, indem sie ein Klimaschutz-Projekt unterstützen.
Um den Umweltgedanken auch zu Ende zu denken, haben sich Martin Hoffmann und sein Team noch ein pfiffiges Detail einfallen lassen. Jeder Finisher bekommt nicht nur ein T-Shirt - das übrigens in diesem Jahr blau sein wird - sondern auch einen Baum-Setzling. Da jedoch im Juli keine Pflanzzeit ist, bekommt jeder Teilnehmer einen Gutschein, den er dann im November einlösen kann. Und an alle, die keinen Garten haben, hat Bürgermeister Steffen Mues gedacht: "Wir stellen dann einfach eine Freifläche zur Verfügung und lassen einen Laufwald enstehen."
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